Auch dieses Jahr: Merci Patron!

Die Lohnverhandlungen mit SRG haben keine Einigung gebracht. Das letzte Angebot enthielt lediglich Massnahmen für Mitarbeitende (Entwickler/-innen), die den 100% Richtlohn noch nicht erreicht haben. Das bedeutet: Weit über 1‘000 Kolleginnen und Kollegen sollen völlig leer ausgehen!

Für die Entwickler/-innen sieht die SRG durchschnittlich 1.1% der GAV-Lohnsumme vor. Die UE-Bandbreite beträgt zwischen 0.6% – 1.4%. Damit sind Ungleichbehandlungen der Mitarbeitenden vorprogrammiert. Zudem reichen solch kleinen Prozentzahlen in den meisten UE nicht aus, um die Mitarbeitenden innert 10 Jahren auf den Richtlohn zu entwickeln.

Selbst in den Defizit-Jahren war das Personal der SRG-Führung mehr wert!

Die SRG hat letztes Jahr einen «Gewinn» von 25.75 Millionen erzielt. Auch 2012 und 2013 rechnet sie mit Überschüssen. Die Mitarbeitenden werden seit geraumer Zeit mit unzähligen Projekten zusätzlich gefordert. Oft sind die Projekte schlecht aufgegleist und wie das Beispiel CSN zeigt, verursachen sie Mehrkosten in Millionenhöhe. Auf der anderen Seite behandelt die SRG die GAV-Mitarbeitenden bez. Lohn so, als befände sich das Unternehmen tief in den roten Zahlen. Das irritiert, denn selbst in den Jahren der Defizite waren die Lohnmassnahmen – abgesehen von der Nullrunde 2010 – insgesamt besser als das Lohnangebot 2013.

Die Belastung steigt, der Unmut auch!

Der an den Tag gelegte Minimalismus dürfte bald zum Bumerang werden. Immer mehr leisten und dabei summa summarum weniger verdienen kann keine Personalpolitik sein. In diesem Zusammenhang sollte es der SRG schwer zu denken geben, dass die Zahl der krankheitsbedingten Absenzen signifikant gestiegen ist. Das SSM fordert die SRG auf, ihr Angebot deutlich zu verbessern. Und wir rufen die Kolleginnen und Kollegen auf, sich an den Protestaktionen zu beteiligen, die in den Studios anlaufen werden.

SSM-Zentralsekretariat, 26.11.2012

 

 

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