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Fussball-WM 2002: SRG nicht dabei!
Dem Bundesrat sei Dank:Gestern hat die SRG entschieden, auf den Erwerb der Lizenzrechte für die Fussball-WM 2002 zu verzichten. Begründung: Die veränderten Finanzperspektiven der SRG infolge bedeutender Einnahmeeinbussen sowohl bei den Gebühren wie auch der Werbung. Dass die Gebühreneinnahmen derart einbrechen werden, haben die MitarbeiterInnen dem Bundesrat zu verdanken. Bundesrat Leuenberger hat kürzlich entschieden, alle RentnerInnen, welche eine Ergänzungsleistung beziehen, von der Radio -und TV-Gebührenpflicht zu befreien. Seither gehen bei der Inkassostelle der SRG, der Billag, wöchentlich 10 000 Befreiungsgesuche ein - mit schlimmen Folgen für die Finanzen. Ab dem Jahr 2002 ist mit 50 Millionen Verlust zu rechnen. Bezahlen soll das die SRG !!
Der Bundesrat reitet mit diesem Entscheid ein Unternehmen mit ausgeglichener Rechnung massiv in die Verlustzone. Erste Programmkonsequenz ist jetzt der mitgeteilte Verzicht auf den Erwerb der Lizenzen für die Übertragung der Fussball-WM. Weitere Abbaumassnahmen werden folgen - und das in erster Linie, weil der Bundesrat mit einem Federstrich der SRG Millioneneinnahmen entzieht.
Wann zieht der Bundesrat die Konsequenzen?
Der Bundesrat hüllt sich zur Zeit in vornehmes Schweigen. Er sieht keine Veranlassung, seinen Entscheid zu erklären und über Kompensationsmöglichkeiten zu diskutieren. Wir verlangen von Bundesrat Leuenberger, dass er Flagge zeigt und für seinen Entscheid eintritt. Ein Gesprächstermin mit ihm ist nach wie vor ausstehend.
Schon jetzt aber ist eines klar: Das SSM wird nicht tatenlos zusehen, wie Programm und Personal unter einem ordnungspolitische falschen Entscheid zu leiden haben.
Wir bleiben dran
9. Oktober 2001
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