Archiv Flash
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Das SSM geht in die Offensive
Einige wenige kennen ihn à fonds, andere erinnern sich erst an ihn, wenn sie Probleme haben. Die Rede ist vom Gesamtarbeitsvertrag (GAV), welcher Ende 2003 ausläuft. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wo wir stehen und warum alle MitarbeiterInnen sich für dieses Dossier interessieren sollten.Bei der Operation «GAV 2004» handelt es sich zweifellos um das wichtigste Dossier im Jahr 2003. Die Rahmenbedingungen sind klar. Wird der aktuelle Gesamtarbeitsvertrag nicht bis Ende Juni gekündigt, verlängert er sich ohne Veränderungen um ein weiteres Jahr. An einer Verlängerung ohne Neuerungen hat zumindest das SSM kein Interesse. Die Erfahrungen mit dem heutigen Vertragswerk haben gezeigt, dass in vielen Punkten Handlungsbedarf besteht. Es ist in diesem Stadium der Vorbereitung zu früh, den Handlungsbedarf im Detail zu formulieren. Das werden wir in den Verhandlungen tun, welche im Zeitraum Ende Mai/Begin April anlaufen werden.
Schwerpunktthemen werden aber sicher sein:
- Neues Lohnsystem
- Harmonisierung der Arbeitszeitbestimmungen mit dem Gesetz
- Gesundheitsschutz und Prävention
- Gleichstellung
- Kündigungsschutz
Das SSM hat die Arbeiten aufgenommen. Im Dezember 02 wurde der interne Zeitfahrplan erstellt und an einer ersten Sitzung mit der SRG koordiniert. Im Januar 03 formulierten die verschiedenen Gruppenvorstände zu Handen des Nationalen Vorstandes einen umfassenden Forderungskatalog. Der nationale Vorstand seinerseits setze an seiner Sitzung vom 30. Januar die Prioritäten und mandatierte einen GAV-Ausschuss mit der Konkretisierung der Forderungen. Dieser Ausschuss wird in den kommenden Wochen Knochenarbeit leisten und ein Grundlagenpapier zu Handen der Branchenkonferenz erstellen.
Die SSM Branchenkonferenz findet am 13. März statt. Die Delegierten werden die Verhandlungsdelegation wählen und das Mandat verabschieden. Strenger Sitzungsrhythmus Mit Datum vom 20. März beginnen die Verhandlungen, welche aller Voraussicht nach bis Ende Juni dauern. Es ist mit einem strengen Sitzungsrhythmus zu rechnen, da bis Ende Juni für beide Seiten klar sein muss, ob die Verhandlungen im Herbst weiter zu führen sind - oder ob eine der Parteien den GAV kündigt. Nachdem eine Teilrevision ausgeschlossen ist, würde es sich um eine Totalkündigung des Vertragswerkes handeln. Bei diesem Szenario müsste - trotz Kündigung - bis Ende 2003 eine Einigung zwischen den Sozialpartnern zustande kommen. Andernfalls würde ab 2004 in der SRG ein vertragsloser Zustand herrschen. Sollte es dazu kommen, wird das SSM die MitarbeiterInnen rechtzeitig über die Vor- und Nachteile einer solche Situation informieren.
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