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Vorläufiger Verhandlungsunterbruch

Bis zum Entscheid über die Bezahlung der Aufholkosten: In der zweiten Verhandlungsrunde standen vor allem zwei Punkte im Zentrum der Diskussionen.

1) Die Bezahlung der AufholerInnen-Kosten durch die SRG Auf Grund eines Entscheides der Direktoren-Konferenz erklärt sich die SRG bereit, die Aufholkosten zu bezahlen. Diese Zusage muss allerdings zuerst noch durch den Zentralratsausschuss der SRG genehmigt werden, der an anderer Stelle eine «Stabilisierung der Personalkosten» beschlossen hat. Der ZRA muss deshalb entscheiden, ob die Bezahlung der Aufholkosten im Rahmen dieser Stabilisierung möglich ist. Dieser Entscheid wird am 22. März fallen. In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Frage haben die Parteien beschlossen, die Verhandlungen bis zum Entscheid des ZRA zu auszusetzen. Um den Verhandlungsverlauf aber nicht unnötig zu verzögern, wurden die Gespräche auf informeller Basis weitergeführt.

2) Eine erste Präsentation der SRG-Ideen zum Jahresarbeitszeit-Modell Im Rahmen dieser informellen Gespräche hat die SRG ihre Vorstellungen einer Jahrearbeitszeit in groben Zügen vorgestellt. Dieses Jahresarbeitszeitmodell basiert auf einem Hauptprinzip. Die Abrechnung der Arbeitszeit erfolgt Ende Jahr und nicht wie heute am Ende des Monates, was der SRG eine hohe Freiheit bei der Dienstplangestaltung erlauben würde. Wir werden die Auswirkungen eines solchen Modells auf die Überstunden, Entschädigung der Überstunden und vor allem auch auf die individuelle Arbeitsplatzqualität überprüfen. Eine erste konkrete Einschätzung und Stellungnahme wird die Branchenkonferenz des SSM vom 4. März vornehmen.

Die Delegierten werden auch über das weitere Vorgehen entscheiden, sollte der ZRA bezüglich der Aufholkosten einen negativen Entscheid fällen. Wie geht es weiter? Wie vorgesehen, werden in den Studios in den nächsten Wochen Informationsveranstaltungen stattfinden. Einen ersten Zwischenbericht über die bisherigen Diskussionen und Verhandlungspunkte werdet Ihr in den nächsten Tagen in Euren Postfächern vorfinden.

Februar 1999

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