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Sozialplan-Verhandlungen abgeschlossen - SSM lanciert Petition
Nach mehreren Sitzungen sind die Verhandlungen zwischen dem SSM und der Generaldirektion über einen Sozialplan beendet, und es bleiben wichtige Differenzen. Der Grund für die Differenzen liegt in der Weigerung der SRG, auf die sogenannten Zumutbarkeitsbedingungen zu verzichten. So meint sie etwa, dass keine Sozialplanleistungen fällig sind, wenn ein Mitarbeiter es ablehnt, täglich einen längeren Arbeitsweg von 150 Minuten (2 x 75) in Kauf zu nehmen. Oder eine Lohnreduktion von bis zu 15% ablehnt. Oder nicht einverstanden ist, bis zu 10% weniger arbeiten zu können. Nur wenn eine Kombination zweier Zumutbarkeitsbedingungen vorliegt, weicht die SRG die Bedingungen für den Anspruch auf Leistungen ein wenig auf. So erhält ein Mitarbeiter Sozialplanleistungen, wenn er eine Vertragsänderung ablehnt, welche einen Arbeitsweg von über 60 Minuten und gleichzeitig eine Lohnreduktion von mehr als 5% vorsieht.
Unnötige Härte gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die SRG mutet es ihren durch äusserst unregelmässige Arbeitszeiten hart geforderten Mitarbeitenden zu, künftig massiv länger zur Arbeit fahren zu müssen und dabei noch weniger verdienen zu können. Diese Haltung ist in der langen Geschichte der SRG ohne Beispiel. In keinem der bisherigen Sozialpläne finden sich solche Zumutbarkeitsbestimmungen. Sie sind auch unnötig. In der aktuellen Wirtschaftslage und bei der Vielzahl von Berufen, welche praktisch nur bei der SRG ausgeübt werden können, wird sich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin sehr genau überlegen, ob er/sie eine Änderungskündigung ablehnt.
Das SSM lanciert eine Petition - solidarisiert Euch und unterschreibt das Begehren!
Wer demnach eine Verschlechterung des Arbeitsvertrages ablehnt, wird seine guten Gründe haben. Dass er/sie deswegen bestraft wird, indem die SRG ihm/ihr die Leistungen aus dem Sozialplan verweigert, ist unfair. Das SSM lanciert deshalb in den nächsten Tagen eine Petition. Sie verlangt, dass die SRG die Bestimmungen über die Zumutbarkeit fallen lässt.
Wir bitten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - gewerkschaftlich organisiert oder nicht - diese Petition zu unterschreiben. Denn nur ein starkes Signal aus Euren Kreisen kann die SRG zu einem Meinungsumschwung bewegen. Die Unterschriftensammlung ist abgeschlossen und war erfolgreich, am 2. Februar werden die über 2000 Unterschriften der SRG übergeben.
12. Januar 2010, SSM Zentralsekretariat
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