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Massiver Stellenabbau ohne tauglichen Sozialplan
Die Botschaft kommt zwar nicht überraschend, doch sie ist sehr gravierend. Die Entscheide, welche der Verwaltungsrat zu 15 Effizienzprojekten im Supportbereich getroffen hat, werden laut SRG netto rund 100 Stellen kosten. Selbst wenn der Abbau, wie die SRG versichert, zeitlich gestreckt erfolgen soll (bis 2014), so ist das ein veritabler Kahlschlag: jede 7. Support-Stelle wird eliminiert, im Bereich IT-Infrastruktur gar jede fünfte.
Das SSM bedauert die Entscheide ausserordentlich und protestiert gegen den schleichenden Stellenabbau im öffentlichen Rundfunk. Das SSM wird alles daran setzen, dass der geplante Abbau in jedem einzelnen Fall ohne Kündigung vollzogen wird.
CO-EFF erweist sich, wie befürchtet, als Rationalisierungsprojekt, das die bereits hohe Belastung der Mitarbeitenden nochmals verschärfen wird. Völlig unverständlich ist deshalb, dass ausgerechnet im HR-Bereich die «Betreuungsverhältnisse» noch verschlechtert werden sollen.
Nicht vergessen: Am Horizont ziehen dunkle Wolken auf
Das SSM warnt vor der Illusion, die Zahl 100 zum Nennwert zu nehmen. Zum Nennwert zu nehmen ist hingegen der Hinweis der SRG, wonach ein weiterer Stellenabbau nicht auszuschliessen ist, sofern ihre finanzielle Basis nicht nachhaltig gestärkt wird. Das SSM fordert deshalb den Bundesrat auf, den Finanzbedarfsbericht der SRG ernst zu nehmen. Wir werden in diesem Sinne bei den politischen Instanzen vorstellig werden, dies auch im Hinblick auf «swissinfo», wo ein weiterer Kahlschlag droht: sollte der Bundesrat mit seinem Antrag durchdringen, nach 2011 den Beitrag von 13.4 Mio zu streichen, so käme dies dem Todesurteil von «swissinfo» gleich.
Sozialplan: VR schlägt Bedenken der Mitarbeitenden in den Wind
Mehr als 2'000 Mitarbeitende, welche praktisch alle Berufe und Hierarchiestufen der SRG repräsentieren, haben innert kürzester Zeit die vom SSM lancierte Petition «Nein zu den Zumutbarkeitsbedingungen im Sozialplan» unterschrieben. Das SSM hat dem Verwaltungsrat die Gründe, die gegen diese Klauseln sprechen, dargelegt. Dass er sich dennoch nicht zu einer Streichung durchringen konnte, bedauert das SSM ausserordentlich. Als Zeichen des Protests hat das SSM den Sozialplan nicht unterschrieben. Er geht kaum über den GAV hinaus und schliesst jene Mitarbeitenden, die aus triftigen Gründen eine Verschlechterung ihres Vertrags nicht akzeptieren können, von Leistungen aus.
Zentralsekretariat SSM, 1. März 2010
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