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SSM hofft auf einen direkten Dialog mir dem neuen SRG-Generaldirektor
Der Nationale Vorstand (NV) nahm an der Sitzung vom 20. Mai einen ausführlichen Bericht von der SRG-DV zur Kenntnis, die der Schweiz mit der GD-Wahl von Roger de Weck eine veritable Überraschung beschert hat. Wie das SSM unmittelbar nach der Wahl in einer Medienmitteilung festgehalten hat, zeichnet sich der neue Generaldirektor durch ein profundes Verständnis für die unverzichtbare Funktion aus, die der SRG als «Service public» zukommt. Er vertritt die SRG als Projekt der vier Sprachregionen und stellt hinsichtlich Qualität hohe Ansprüche. Das SSM erwartet, dass der neue GD einen möglichst direkten Dialog mit den Mitarbeitenden aufnimmt, um die SRG auch aus ihrer Optik kennen zu lernen.
Den «Service public» verteidigen, auch bei «swissinfo»
Wohl noch nie in ihrer Geschichte ist die SRG derart grundsätzlich in Frage gestellt worden wie heute, namentlich in der Deutschschweiz. Im Hinblick auf den Entscheid des Bundesrats über den Finanzbedarf der SRG, der in Kürze fallen wird, hat das SSM deshalb vielfältige Aktivitäten gestartet. Der NV nahm mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die SSM-Gruppen sehr aktiv am Ball sind, um dieser polemischen, manchmal fast hysterischen Kampagne entgegen zu treten.
Dies gilt auch für «swissinfo», wo der Bund im Rahmen seines Konsolidierungsprogramms die Beiträge streichen möchte. Das SSM ist überzeugt, dass diese internationale Stimme gerade in der heutigen Zeit unverzichtbar ist. Es hat sich in der Vernehmlassung für den vollen Erhalt von «swissinfo» ausgesprochen.
GAV-Anwendungsprobleme: SSM verlangt Sitzung der SSK
Das SSM hat der SRG an der Sitzung vom 1. April vorgeschlagen, die verschiedenen Probleme, die sich bei der GAV-Umsetzung ergeben haben, im Rahmen eines Global-Pakets zu lösen. Dies unter der Bedingung, dass der Arbeitgeber darauf verzichtet, die UE-Lohnkurven einseitig zu verändern, sprich zu senken.
Nachdem die SRG erklärte, sie brauche für eine Stellungnahme mehrere Monate, hat das SSM nun die Einberufung der Sozialpartnerschafts- und Schlichtungskommission (SSK) verlangt. Der NV verabschiedete die Anträge, die der SSK unterbreitet werden. Sie betreffen neben der Lohnkurve u.a. folgende Fragen: die Zahlungen der SRG für die Kompensation der Verluste, welche aufgrund der neuen GAV-Bestimmungen zur Arbeitszeit und zu den Entschädigungen resultierten, sowie die Einhaltung von Art. 30 GAV (Bedingungen für die allfällige Planung von Minusstunden).
Weitere Traktanden am NV: Bericht aus dem SGB (das SSM hatte Gelegenheit, an der SGB-DV die Kampagne pro Service-public vorzustellen), Aktivitäten im Sektor der privaten elektronischen Medien, Vorbereitung der SSM-DV vom 18. Juni
Zentralsekretariat SSM, 25. 5. 2010
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