Der Blick polemisiert mit RTL-Argumenten gegen die SRG

Der Ringier-Chef bietet Helmut Thoma ein Mandat an, mit welchem er die Schweizer Verleger in Sachen Radio-/TV-Politik beraten soll. Thoma ist früherer Direktor von RTL und hatte damals sein Programm mit leicht bekleideten Frauen in der «Tutti-Frutti-Show» profiliert. Und er ist Erfinder der Schweizer Werbefenster, mit welchem ausländische Privatsender ohne spezifische Eigenleistung den Schweizer Werbemarkt plündern können. Jetzt bietet der Chefredaktor des Blick (Ringier) Thoma mit einem unkritischen Interview eine Plattform, in welchem der alte Polemiker Thoma wie schon immer gegen den Service public losziehen darf. Die medienpolitischen Positionen von Thoma sind noch extremer als jene der SVP: «Der Service public gehört abgeschafft»! Thoma meint, alle Leistungen der vier SRG-Sprachensender könnten auch von Privaten über den Markt geboten und finanziert werden. Dem setzt der Blick-Chefredaktor keine kritischen Fragezeichen entgegen und Thoma muss seine abenteuerliche These auch nicht mit Argumenten oder Zahlen belegen.

Was Thoma im Hinterkopf hat, lässt sich jeden Tag auf dem Bildschirm anschauen: In Deutschland bietet RTL mit mehreren Sendern Programme an. Und man darf folgern: Für solche Kommerzprogramme braucht es tatsächlich keine Gebühren.

Das SSM setzt sich aktiv für ein JA zur Revision des RTVG ein.

 

 

 

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