Entlassungswelle erreicht auch RadioFr

Radio Fribourg hat am 30. November kommuniziert, aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten 4.8 Vollzeitstellen zu kürzen und sechs Mitarbeitende entlassen zu müssen. Als Gewerkschaft der elektronischen Medien mit Mitgliedern bei RadioFr drücken wir unsere volle Solidarität der Redaktion gegenüber aus und stellen fest, dass ein solcher Stellenabbau keine nachhaltige Lösung darstellt.

RadioFr hat im letzten halben Jahr mit der neuen App „Frapp“ und wachsenden Publikumszahlen einen Aufschwung erlebt. Dass wegen einer einmaligen Covid Rückzahlungsforderung gleich die Belegschaft um über 10% ausgedünnt werden muss erstaunt uns. Die sechs entlassenen Redaktionsmitglieder von RadioFr sind unter einem GAV der Romandie geschützt, was ihnen immerhin eine drei bis vier monatige Kündigungsfrist verschafft. Ob dies für die Betroffenen reicht, um eine neue Stelle zu finden, ist fraglich. Die Medienbranche wurde dieses Jahr wie noch nie zuvor von einer Abbauwelle erfasst. Die grössten Medienhäuser der Schweiz haben gerade neulich Kürzungen beim Personal kommuniziert. Mit der Halbierungsinitiative und dem indirekten Gegenvorschlag des Bundesrats droht den SRG Redaktionen ein ähnliches Szenario.

Das SSM bekämpft jeglichen Abbau der Medienbranche und setzt sich konsequent für eine ausgeprägtere Medienförderung ein. Betroffene Medienschaffende können sich bei arbeitsrechtlichen Fragen an uns wenden.

 

 

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