Informationen aus dem SSM-Vorstand

 

SRG kündigt Sparmassnahmen an

Die Senkung der Haushaltabgaben von bisher 451 auf 365 Franken sowie die gleichzeitige Plafonierung der Gebühreneinnahmen der SRG bei 1,2 Milliarden Franken werden massive Auswirkungen auf das Personal und das Programmangebot der SRG haben. Die SRG geht von einer „faktischen Reduktion von 50 Millionen Franken“ aus. Dabei soll die bestmögliche Aufrechterhaltung des heutigen Programmangebots Priorität haben.

Für das SSM hat der Gesundheitsschutz der Angestellten und die Erhaltung qualifizierter Arbeitsplätze Priorität. Die letzte Sparrunde 2015 kostete rund 250 Vollzeitstellen und hat zu zahlreichen Entlassungen geführt. Das verbleibende Personal bewegt sich bereits nahe an der Überlastungsgrenze. Bei einem neuerlichen Stellenabbau im selben Rahmen wird es kaum möglich sein, das aktuelle Programmangebot beizubehalten. Die jahrelangen Angriffe auf die SRG und den medialen Service-public in der Schweiz zeigen bereits negative Folgen.

Von der SRG erwartet das SSM, dass die Sparmassnahmen möglichst ohne Entlassungen und mit so wenig Stellenabbau wie möglich umgesetzt werden. Das SSM wird im sozialpartnerschaftlichen Dialog mit der SRG darauf bestehen, dass die von der SRG-Spitze angekündigten Sparmassnahmen sozialverträglich umgesetzt werden.

Mehr Geld für die Privaten

Auf 2019 wird der Anteil für die privaten Radio- und Fernsehstationen mit Konzession und Abgabenanteil von aktuell 67,5 Millionen auf 81 Millionen Franken erhöht. Das entspricht 6 Prozent des gesamten Ertrags der Radio- und Fernsehabgabe und damit dem maximalen Prozentsatz gemäss RTVG. Heute erhalten 35 private Rundfunksender (13 Fernsehstationen, 13 kommerzielle Lokalradios und 9 nicht-kommerzorientierte Komplementärradios) Gebührengelder. Es ist wichtig, dass sich Private und SRG während des Abstimmungskampfes nicht auseinanderdividieren lassen. Nur gemeinsam können wir die Abstimmung gewinnen.

Eure Mithilfe ist gefragt

Das SSM wird sich mit allen Kräften gegen No-Billag und für einen starken medialen Service-Public in der Schweiz einsetzen. Das Engagement jedes Einzelnen ist von grösster Wichtigkeit. Die nächsten Wochen und Monate werden uns stark fordern. Der nationale Vorstand vom 19. Oktober 2017 hat die Eckwerte der nationalen Kampagne gegen die No-Billag-Initiative festgelegt und beschlossen, sich mit anderen Organisationen auf nationaler und regionaler Ebene zu vernetzen. Über die Kampagne werden wir euch in den nächsten Wochen fortlaufend informieren. Wir sind auf eure Mithilfe angewiesen und werden mit konkreten Anfragen auf euch zukommen. Solltet ihr euch bereits heute engagieren wollen, dann wendet euch entweder an das Zentralsekretariat SSM oder an die Regionalsekretariate in eurer Nähe.

 

 

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