Jahresergebnis SRG 2019: Spareffort der Mitarbeitenden soll 2020 belohnt werden

Medienmitteilung des SSM

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM nimmt das negative Jahresergebnis 2019 der SRG zur Kenntnis. Verursacht wurde es nicht nur durch sinkende Werbeeinnahmen und der Plafonierung des Gebührenanteils für die SRG. Das im Nachgang an die No-Billag-Abstimmung forcierte Restrukturierungsprogramm beinhaltet nebst Investitionen eben auch einen grossen Sparauftrag. Die Mitarbeitenden der SRG leisten seit 2018 einen grossen Beitrag zur Erreichung dieser Sparziele. Das SSM fordert die SRG auf, ihren Mitarbeitenden mit Blick auf die Folgen der Covid-19-Pandemie, Sicherheit zu vermitteln und für das Jahr 2020 auf den weiteren Abbau von Stellen zu verzichten.

Im Nachgang an die No-Billag-Initiative lancierte die SRG 2018 ein Erneuerungsprogramm. Der Reform- und Reinvestitionsplan umfasste erst ein Sparvolumen von 100 Millionen CHF. Im Laufe des Jahres 2019 wurde es auf 150 Millionen CHF aufgestockt. Trotz massiven Sparanstrengungen führte der Reinvestitionsplan in Kombination mit den sinkenden Werbeeinnahmen und der Plafonierung des Gebührenanteils zum negativen Jahresergebnis von 22.2 Millionen CHF.

Die Mitarbeitenden der SRG haben einen grossen Beitrag an die Sparmassnahmen geleistet. Das Programm ist trotz Stellenabbau fast unverändert geblieben. Mit dem Verzicht auf Lohnforderungen und eine generelle Lohnerhöhung leisteten die Mitarbeitenden, nebst der grösseren Arbeitslast, einen zusätzlichen Spareffort. Der Transformationsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Ein Ende der Sparmassnahmen nicht absehbar. Dies verursacht bei den Mitarbeitenden teilweise Verunsicherung. Mit Blick auf die Folgen der Covid19-Pandemie ruft das Schweizer Syndikat Medienschaffender die SRG auf, sich als verantwortungsvoller Arbeitgeber zu positionieren. Die finanziellen Folgen dieser Krise dürfen nicht auf die Mitarbeitenden überwälzt werden. Auf einen weiteren Stellenabbau soll 2020 verzichtet werden.

 

 

 

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