Lohnkurve und Sozialplan: Schöne Bescherung!

Weihnachten steht vor der Tür – zu Feiern gibt es für die SRG-Mitarbeitenden aber leider wenig. Die Medienkonvergenz und die so genannten Effizienzprojekte kommen 2010 in die Umsetzungsphase und bedingen, dass das SSM mit der SRG einen Sozialplan aushandeln muss, um die Folgen von Stellenreduktionen und Entlassungen sozial gerecht abzufedern. Die Verhandlungen dazu beginnen mit einer Doppelrunde am 22./23. Dezember 2009.

Keine Zugangsbeschränkungen zu Leistungen im Sozialplan

Das SSM hat den Entwurf der SRG zu einer Transferrichtlinie und einem Sozialplan bereits in aller Deutlichkeit kritisiert. Inakzeptabel sind vor allem die zahlreichen Bestimmungen über die Zumutbarkeit. Gemäss der SRG ist eine Pensumsreduktion oder eine Lohnreduktion im zweistelligen Prozentbereich zumutbar. Lehnt ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin die Reduktion ab und wird er/sie deswegen entlassen, soll er/sie keine Leistungen aus dem Sozialplan erhalten. Das SSM lehnt solche Zumutbarkeitsklauseln ab.

Senkung der Lohnkurve – ein Trojanisches Pferd

Die einseitige Senkung der Lohnkurve durch die SRG ist ein Trojanisches Pferd mit nur schlechten Konsequenzen für die Mitarbeitenden. Wird die Lohnkurve gesenkt, reduziert sich das Lohnpotential für die Entwickler um Tausende von Franken jährlich. Auch verhandelte Leistungen aus dem Sozialplan werden durch die Senkung der Lohnkurve geschmälert. Ohne Garantien der SRG im Bereich der Lohnkurve können die Verhandlungen nur scheitern.

Lohnmassnahmen 2010: Null Spielraum für Lohnerhöhungen

Die SRG hat unter Berufung auf ihre schwere wirtschaftliche Krisensituation (Art. 6.2. GAV) im Verwaltungsrat SRG eine Nullrunde beschlossen und diesen Entscheid in den jährlichen Lohnverhandlungen bestätigt. Alle Fixlöhne werden auf dem Stand 2009 eingefroren. Individuelle Zückerchen (Prämien) bleiben vorbehalten. Inzwischen ist auch die Finanzbedarfsmeldung an den Bundesrat erfolgt. Ohne Erhöhung der Gebühren werden der SRG im Zeitraum 2011-2014 durchschnittlich 54 Millionen fehlen.

 

 

 

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