Das Schweizer Syndikat Medienschaffender anlässlich seiner Delegiertenversammlung vom 5. Juni 2015

 

Abstimmung zum Radio und Fernsehgesetz vom 14. Juni 2015:
Nur ein JA zum RTVG macht Sinn

Ausschlaggebend für ein einstimmiges JA zum neuen RTVG und damit zu einem neuen Gebührensystem waren eine nüchterne Analyse der neuen Gebührenordnung und die simple Tatsache, dass das neue System einfach zu viele Vorteile bringt. Die Gebühren werden sinken, rund 84% aller Gewerbebetriebe werden keine oder weniger Gebühren bezahlen. Zudem erhalten private Radio- und TV-Betriebe neu bis zu CHF 27 Millionen mehr Gebührengelder und die teilweise schikanösen Kontrollen durch die Billag fallen weg.

Das klare JA ist aber auch eine klare Absage an die unfaire, und unsägliche „Brutalo-Kampagne“ des Gewerbeverbandes, welcher mit seinem Präsidenten an der Spitze einen regelrechten Hassfeldzug gegen die SRG führt.

Der flexibilisierte Arbeitsplatz: Verankerung von Spielregeln unerlässlich

Das mobil-flexible Arbeiten ist à priori weder schlecht noch gut – entscheidend ist vielmehr, welche Spielregeln gelten. „Home office“ bzw. mobil-flexibles Arbeiten bringt höhere Autonomie, spart Reisezeit, es lässt sich selbstbestimmter arbeiten und volkswirtschaftlich können Ressourcen eingespart werden. Es besteht die Gefahr der sozialen und beruflichen Isolation und Vereinsamung, der fehlenden Trennung von Arbeit und Freizeit, der Selbstausbeutung und Selbstüberforderung oder des fehlenden Austausches im Team.

Speziell bei den privaten Radio- und TV-Stationen, deren Arbeitsbedingungen überwiegend nicht durch Gesamtarbeitsverträge (GAV) geregelt sind, drohen Gefahren der Ausbeutung. Soll dem Missbrauch nicht Tür und Tot geöffnet werden, ist das mobil-flexible Arbeiten in GAV oder Firmenverträgen sozialpartnerschaftlich zu regeln.

Die von der Delegiertenversammlung verabschiedeten Resolutionen finden Sie hier.

 

 

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