Pikett… a never ending story?

Eigentlich ist der Streit zwischen SSM und SRF um das Pikett bei SRF 2 Kultur in Basel entschieden. Das SECO als zuständige Bundesbehörde hat dem SSM auf ganzer Linie Recht gegeben: Die Desk-Dienste sind Pikett.

Jetzt zweifeln SRG und SRF die Beurteilung des Seco an.

Die Aussage des SECO war Klar: Das Arbeitsgesetz ist ohne Ausnahmen auch bei SRF und der ganzen SRG zwingend anzuwenden, auch bei den Desk-Dienst leistenden Journalistinnen und Journalisten im Studio Basel. Inzwischen hat das SSM auch von weiteren Diensten erfahren, die mit der gesetzlichen Pikett-Definition nicht in Einklang zu bringen sind.

Die nach der Entscheidung des Seco einberufene Kommissions-Sitzung der Sozialpartner vom 28. Mai, um die Modalitäten der rückwirkenden Pikettentschädigung für die Mitarbeitenden im Studio Basel zu organisieren, wurde kurzfristig verschoben.

Auf Geheiss der SRG ist SRF offenbar nicht befähigt, die Umsetzung der geschuldeten Entschädigungen im Studio Basel mit dem SSM zu besprechen.

SRF muss die von der SRG bei externen JuristInnen, trotz eigener Rechtsabteilung, in Auftrag gegeben Gutachten abwarten – die SRG will überprüfen lassen, ob die Bundesbehörde Seco das Gesetz richtig interpretiert und ob sich das Risiko eines Gerichtsentscheides lohnt.

Warum leistet sich die spargeplagte SRG teure externe GutachterInnen, anstelle der Auszahlung fairer, geschuldeter und wahrscheinlich günstigerer Entschädigung für geleistete Arbeit ihrer Mitarbeitenden?

Das SSM fordert:

  • Die rigorose Offenlegung aller Pikettdienste
  • Die lückenlose rückwirkende Entschädigung aller Arbeitsleistungen
  • Die uneingeschränkte Einhaltung des Arbeitsgesetzes
  • Die Einsicht des SSM in die Parteigutachten

 

 

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