Primatwechsel bei der SRG Pensionskasse: SSM beschliesst die Nein-Parole

An seiner Vorstandsitzung vom 20. Juni 2013 hat das SSM nach langer Diskussion über die Vor- und Nachteile eines Primatwechsels bei der SRG-Pensionskasse die «Nein-Parole» für die kommende Urabstimmung beschlossen. Wir veröffentlichen an dieser Stelle die entsprechende Mitteilung an die Pensionskasse und an die SRG SSR:

Bei der Urabstimmung über den Primatwechsel, den die PKS den Versicherten vorlegt, dürfen die Versicherten die entscheidende Frage nicht aus den Augen verlieren. Und die lautet: Wem nützt der Primatwechsel auf mittel- bis langfristige Sicht?
Um diese Frage zu beantworten, muss der entscheidende Unterschied zwischen dem Leistungs- und dem Beitragsprimat betrachtet werden. Dieser Unterschied liegt in der Frage, wer trägt die Risiken, wenn die angestrebte Verzinsung nicht erreicht werden kann, weil die Finanzmärkte nicht die erwarteten Renditen bringen.

Im Leistungsprimat stehen im Falle einer Unterdeckung und damit Sanierung die Arbeitgeber und Versicherten gemeinsam in der Pflicht. Im Beitragsprimat tragen die Versicherten in weitaus höherem Umfang die Risiken an den Finanzmärkten. Wird die erwartete Verzinsung von z.B. 3.25% nicht erreicht, wird den einzelnen Versicherten weniger Zins gutgeschrieben, was zu weniger Kapital und damit zu weniger Rente führt.

Aus diesem Grund widerspricht ein Wechsel ins Beitragsprimat den mittel- bis langfristigen Interessen der Versicherten. Sie haben ein Interesse an einer gerechten Risikoverteilung zwischen ihnen und ihrem Arbeitgeber. Weil dies im Beitragsprimat nicht der Fall ist, die Garantien der SRG SSR nicht genügen und zudem zeitlich befristet sind, lehnt das SSM den Primatwechsel ab.

Auch die zugegebenermassen guten Begleitmassnahmen der SRG SSR besonders für die über 50 Jahre alten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte eine Mehrheit des nationalen Vorstandes nicht von ihrer ablehnenden Haltung abbringen.

Das SSM ist in der Abwägung aller Vor- und Nachteile zum Schluss gekommen, dass es für die Gesamtheit der Versicherten nachhaltiger ist, im Leistungsprimat zu verbleiben.

Es ist aber legitim, nachvollziehbar und nötig, dass sich jeder/jede einzelne Versicherte aufgrund seiner individuellen Versicherungssituation für ein JA oder NEIN entscheidet.

Dass SSM wird seine Abstimmungsempfehlung rechtzeitig vor der Urabstimmung im Detail begründen.

 

 

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