Reaktion auf den offenen Brief des SSM zum Engagement von Christa Rigozzi für ‘Arena/Reporter'

 

Reaktion auf den offenen Brief des SSM zum Engagement von Christa Rigozzi für ‘Arena/Reporter’

Auf den offenen Brief des SSM hat SRF-Chefredaktor TV Tristan Brenn geantwortet:

Es ist in der Tat so, dass gemäss unseren publizistischen Leitlinien für freie Mitarbeitende mit einem Engagementvertrag andere Regeln gelten als für fest angestellte Journalistinnen und Journalisten.

Christa Rigozzi ist bei SRF nicht fest angestellt, sondern wurde als Co-Moderatorin für die einzelnen Ausgaben von «Arena/Reporter» engagiert – im Jahr 2017 sind das drei Sendungen. Bei diesem Kleinstpensum ist es also auch eine Frage der Verhältnismässigkeit, dass für Christa Rigozzi nicht die gleichen Regeln gelten können wie für festangestellte SRF-Redaktoren in einem Vollpensum. Dennoch nimmt Christa Rigozzi für ihr Engagement bei «Arena/Reporter» bezüglich Werbung Einschränkungen in Kauf.

Die Unabhängigkeit der Informationssendungen von SRF ist durch das Engagement von Christa Rigozzi nicht gefährdet. Frau Rigozzi hat eine zwar anspruchsvolle, jedoch klar definierte Rolle innerhalb der neuen Sendung. Sie soll die Stimme des Publikums sein und wird die Teilnehmer der Sendung mit dessen Fragen und Anliegen konfrontieren. Die redaktionelle Hohheit wie auch die moderative Leitung der Sendung liegt bei Jonas Projer.

Es liegt weder eine Verletzung der publizistischen Leitlinien noch der Regeln zu Nebenbeschäftigungen vor.

 

Die Entgegnung des Vorstandes der SSM-Gruppen SRF Fernsehen und tpc:

Gemäss dem SRF-Merkblatt „Nebenbeschäftigungen und Werbung von Mitwirkenden mit Bildschirmpräsenz“ ist für Co-Moderatorinnen im Engegement-Vertrag die Mitwirkung in Werbung während einem Monat vor und nach einer Sendung verboten. Die Cembra Money Bank wirbt jedoch auf ihrer heutigen Homepage mit Frau Rigozzi. Falls die Direktion für Christa Rigozzi diesbezüglich eine Ausnahmebewilligung erteilt hat, stellt sich für das SSM die Frage nach der Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden.

Das SSM ist der Meinung, dass Rigozzis Rolle in ‘Arena/Reporter’ geschärft werden sollte: Insbesondere sollte Frau Rigozzi weder bei der Anmoderation noch bei der Schlussmoderation an der Seite des Moderators mitwirken, sondern einzig die Stimmen des Publikums in die Runde bringen.

Weiter sollte im Interesse der redaktionellen Ausgewogenheit und Unabhängigkeit sichergestellt sein, dass die Verantwortung für die Auswahl der Publikumsmeldungen einzig bei der Redaktion liegt und nicht bei Frau Rigozzi.

Zudem sollte die Themenauswahl so getroffen werden, dass durch die Mitwirkung von Christa Rigozzi keine Interessenkonflikte mit ihren Werbeengagements drohen. Wenn nur schon eine thematische Nähe besteht, müsste sie in den Ausstand treten.

Für das SSM stellt sich darüber hinaus die Frage, welchen Einfluss SRF auf zukünftige Werbeengagements von Christa Rigozzi nimmt.

Wir danken für weitere Klärungen.

Vorstand der SSM-Gruppen SRF Fernsehen und tpc

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Arena/Reporter
Jonas Projer und Christa Rigozzi
2017
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