B_0212_TPC_allgemein_1  Revision des GAV tpc: Urabstimmung der SSM-Mitglieder sagt JA

Die Urabstimmung unter den SSM-Mitgliedern der Gruppe tpc hat ein klares Ja ergeben: Bei einer Stimmbeteiligung von knapp 32% haben 80.5% der Stimmenden dem Verhandlungsresultat für eine GAV-Revision zugestimmt. Da auch die Geschäftsleitung des technology and production center tpc AG bereits zugestimmt hat, kann der revidierte GAV 2015 in Kraft treten.

Endlich gesetzeskonforme Überstunden

Der seit 2001 geltende GAV wurde letztmals 2009 revidiert. Jetzt haben das SSM und das tpc den GAV durch diverse Veränderungen an veränderte Bedingungen und ans Arbeitsgesetz angepasst. Insbesondere die Behandlung von Überstunden und die Anzahl Wochenenden sind jetzt in Einklang mit dem Arbeitsgesetz. Dazu wurden die Minimallöhne erhöht und diverse Verbesserungen bei bezahlten Urlauben und Entschädigungen vereinbart. Im Gegenzug sinkt eine Entschädigung für Tagesmehrarbeit.

Weitere Informationen:

Andreas Künzi, andreas.kuenzi[a]ssm-site.ch, 079 727 00 54

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Was läuft schief im Hause Leutschenbach?

Die angekündige Studio-Automation wird in naher Zukunft Menschen durch Computer ersetzen. Beim tpc wissen Mitarbeitende nach all den Reorganisationen kaum mehr, wie ihre Abteilung heisst, geschweige denn wer der Chef ist. Und immer neue Gerüchte über kommende Sparmassnahmen verunsichern und demotivieren. Seit der SRF-Fusion hat nie eine Konsolidierungs-Phase stattgefunden, in der die Führung von SRF und tpc sich auf das Wesentliche konzentriert: Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir gutes Fernsehen und Radio machen können.

Reorganisationen und Projekte ohne Ende, eine Führung ohne Kompass, schiefe Prioritäten und eine weit herum wahrgenommene Unfähigkeit der Entscheidungsträger, die Anliegen der Mitarbeitenden auch nur einzubeziehen – das SSM hat dieses Unbehagen aufgenommen und im Januar 2014 eine Protestpetition lanciert. Hier die Resultate:

Stopp! Ihr spart uns kaputt.

Forderungen an die Geschäftsleitungen von SRF und tpc

Wir fordern die Geschäftsleitungen von SRF und tpc dazu auf den Projektdruck einen Gang herunterschalten!

Gebt uns wieder Zeit für unsere Arbeit und hört auf mit dem künstlichen Stress!

199 Zustimmende

Wir fordern von den Geschäftsleitungen, dass sie über das Projekt 55 endlich Klarheit und  Transparenz schaffen! 

Wieviele Stellen wurden bereits und werden in Folge von Projekt 55 noch abgebaut? Wie lange dauert das Projekt 55 noch an? Wieviel Geld wurde bereits von wo nach wo verlagert? 

210 Zustimmende

Wir fordern, dass die Mitglieder der Geschäftsleitungen von SRF und tpc auf Boni und Prämien verzichten!

Viele Entscheide der beiden GL führen zu immer schlechteren Arbeitsbedingungen, mehr Stress und Qualitätseinbussen in den Programmen. Das Vertrauen in die GL ist miserabel. Nehmt die Personalumfrage ernst: Habt ihr Eure Boni verdient?

181 Zustimmende

Begeisterung statt Angst!

Die stetigen Sparmassnahmen bewirken ein Klima der Angst. Wir spüren keine Freude und keine Leidenschaft von Euch – da ändert auch eine Diskussion über ‘Werte’ nichts dran. Begeistert Euch und uns endlich wieder für das Medium, für das wir gemeinsam arbeiten. Wo bleibt die Wertschätzung für unsere Arbeit?

200 Zustimmende

Weniger ist mehr!

Vor lauter Projekten sieht und hört man das Programm gar nicht mehr! Ich fordere die GL auf, wieder inhaltlich hervorragende und qualitativ hochstehende Sendungen zu ermöglichen. Hört endlich auf mit dem übertriebenen Spar- und Projektdruck.

206 Zustimmende

Wir fordern grosszügigere Lohnrunde für alle Angestellten von SRF und tpc!

Es ist höchste Zeit! Die AufholerInnen sollen in 10 Jahren den Richtlohn erreichen.

206 Zustimmende

Wir fordern die Geschäftsleitungen auf, uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuhören und uns ernst zu nehmen!

Eure Kommunikation ist zur Zeit lausig! Diskutiert mit uns!

192 Zustimmende

Insgesamt haben wir 234 ausgefüllte Petitionsbogen erhalten, davon haben 23 Teilnehmende auch noch eigene Forderungen formuliert. Diese sind in der Detailauswertung der Petition nachzulesen. 

Was auffällt: Immer wieder taucht der Wunsch nach Respektierung der Arbeit und des Privatlebens in diesen persönlichen Forderungen auf.

Dass etwa ein Siebtel der im Leutschenbach beschäftigten diese Petition unterschrieben haben, zeigt uns, dass einiges schief läuft im Hause und die Unzufriedenheit weit verbreitet ist. Das motiviert uns als Gewerkschaft und Interessenvertretung der Mitarbeitenden, uns für Verbesserungen einzusetzen. Doch was können wir konkret tun?

Klar ist, dass wir umfassende Transparenz über die personellen Auswirkungen von Projekten fordern – sei es das wolkige Projekt 55 oder auch das Projekt für Studio-Automation. Ein ganz besonderes Augenmerk richten wir auf die Lohnentwicklung – der Zustand, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach vielen Jahren den Richtlohn nicht erreichen, ist unhaltbar. Dann will das SSM sich aktiv für die Qualität der Sendungen einsetzen, Thema der nationalen Delegiertenversammlung ist ‘Qualität hat ihren Wert’. Und selbstverständlich setzen wir uns im Alltag dafür ein, dass die Belastung durch Arbeit und unregelmässige Dienstzeiten nicht das ganze Leben der Mitarbeitenden durcheinander bringt.

Aber eigentlich liegt die Verantwortung für die wahrgenommenen Missstände bei den Geschäftsleitungen von SRF und tpc – nur sie können effektiv dafür sorgen, dass die Arbeit Spass macht und nicht krank!

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Lohnmassnahmen tpc: Gleich (ungerecht) wie SRG

Das SSM hat in den Lohnverhandlungen mit dem tpc gefordert, dass auch die Mitarbeitenden über 55 Jahre etwas erhalten sollen. Zudem haben wir die Lohnpolitik kritisiert, da die Summen, die für AufholerInnen zur Verfügung gestellt werden, nicht ausreichen, um die Mitarbeitenden in vernünftiger Frist auf ihre Richtlöhne zu bringen.

Der Verwaltungsrat beschliesst

Jetzt hat der Verwaltungsrat beschlossen, die Lohnmassnahmen SRG unverändert zu übernehmen. Das heisst:

• 0.8% der Lohnsumme für AufholerInnen

• 0.7% Lohnerhöhung für Mitarbeitende Jahrgang 1960 und jünger (entspricht etwa 0.6% der Lohnsumme)

Immerhin: Das diesjährige Resultat ist besser als in anderen Jahren. Aber wir fordern, dass in Zukunft nicht mehr zwischen den verschiedenen Altersgruppen unterschieden wird. Die SRG soll dazu stehen, dass sie den älteren Mitarbeitenden den Verbleib im Leistungsprimat ermöglichte, ohne diese bei Lohnmassnahmen zu benachteiligen.

Lohnentwicklung: Es braucht mehr

88% der Mitarbeitenden des tpc haben ihren Richtlohn noch nicht erreicht, und auch mit der aktuellen Lohnrunde wird sich nichts daran ändern, da ja auch immer wieder neue Leute eingestellt werden. Das SSM erwartet, dass genügend Geld zur Verfügung gestellt wird, so dass Richtlöhne nicht bloss Träume bleiben.

 SSM Gruppe Fernsehen / tpc 12.12.2013

Andreas Künzi, andreas.kuenzi[a]ssm-site.ch

 

Überwachungskameras zu unterhalten kostet auch Geld..

Automatisierte News ohne personal?

Flash (pdf) vom 11.11.2013

 

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