Resolution der Delegiertenversammlung SSM: Moratorium für Reformprojekte

SSM-Delegiertenversammlung, Zürich, 7. Juni 2018

Moratorium für Reformprojekte und Kündigungen innerhalb der SRG

In den letzten Wochen musste das SSM feststellen, dass in verschiedenen Unternehmenseinheiten der SRG Reformen und Umbauprozesse forciert wurden. Das SSM versteht alle diese Reformprojekte als Teil der zukünftigen Spar- und Umverteilungsreform. Darüber ist das SSM erstaunt, zumal bis heute weder der Verwaltungsrat SRG über mögliche Reformen entschieden hat, noch das Personal der SRG in diesen Prozess miteinbezogen wurde.

Entweder hat die SRG vergessen, dass sie dem SSM eine seriöse Konsultation des Personals versprochen hat oder es handelt sich um eine Strategie, welche gegen Treu und Glauben verstösst. Heute weiss noch niemand, wie die alternativen Vorschläge und Projekte aus der Konsultation des Personals aussehen könnten, daher ist die Umsetzung dieser Reformprojekte zu früh gestartet worden.

Dem SSM wurde weiter aus verschiedenen Unternehmenseinheiten zugetragen, dass die Anzahl an Abmahnungen, Kündigungsandrohungen und Kündigungen zugenommen hat. Das SSM vermutet hinter diesen disziplinarischen Massnahmen ein System zur Vorbereitung des Stellenabbaus, um eine Konsultation des Personals nach OR 335 zu umgehen.

Die Delegiertenversammlung SSM fordert die SRG auf:

  • alles Nötige zu unternehmen, damit eine Konsultation nach OR 335 stattfindet. Mit den verordneten Spar- und Umverteilungszielen von 100 Millionen, wird ein Stellenabbau unumgänglich sein. Ein Stellenabbau durch natürliche Fluktuationen, Frühpensionierungen, Entlassungen von Mitarbeitenden externer Betriebe und andere Massnahmen sind einer Massenentlassung gleichzusetzen.
  • Weiter soll die SRG alle seit dem 5. März ausgesprochenen Kündigungen und Frühpensionierungen offenlegen.
  • Sollten die Voraussetzungen für eine Massenentlassung nach OR 335 nicht erfüllt werden, muss GAV-Art. 36 zur Anwendung kommen.
  • Bis nach der Konsultation des Personals ist ein Moratorium für alle Reformprojekte in allen Unternehmenseinheiten auszusprechen. Abmahnungen, Verwarnungen und Kündigungsandrohungen, die seit dem 5. März ausgesprochen wurden und von dem/der betroffenen Mitarbeiter/in bestritten werden, sind zurückziehen.
  • SRG-Angestellte als VertreterInnen und Vertretern des SSM werden in Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes weder vorgeladen, noch disziplinarisch abgemahnt und können ihre Rolle entsprechend wahrnehmen.

Zürich, 7.6.2018

 

 

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