„SRF 2024“ – wenig Klarheit, viele Fragen

SRF Transformation – nicht ohne Rücksicht aufs Personal
Es ist zu begrüssen, dass SRF sich für die Zukunft wappnet. Veränderung ist nötig, wegen dem digitalen Wandel und auch um den medialen Service Public trotz zunehmend knapperer Mittel zu gewährleisten. Das Personal hat in den letzten Monaten und Jahren mit gleich viel oder weniger Ressourcen zunehmend neue Angebote produzieren müssen. Auf diesem Weg kann es nicht lange weitergehen. Insofern stellt die Neuorganisation von SRF auch eine Chance dar.

Vieles bleibt indes noch unklar: Welche konkreten Inhalte sollen neu produziert werden? Was beinhaltet die neu zu gründende Abteilung «Audience»? Werden sich die neuen digitalen Formate hauptsächlich am Klickverhalten orientieren und vom Marketing bestimmt. Was ist mit den vielen neuen Hierarchiestufen der letzten Jahre – wie werden sie abgebaut? Die Verunsicherung bleibt – in erster Linie beim Personal.

Jetzt das Personal einbeziehen
Das SSM nimmt die Direktion beim Wort mit ihrer Aussage, in der nächsten Etappe solle das Projekt 2024 zu einem gemeinsamen Vorhaben werden. Dieser Einbezug des Personals darf nicht zur Farce werden. Aus Sicht des SSM ist derzeit noch vage, wo das Personal sich denn nun einbringen soll – mit ernsthaften, kritischen Vorschlägen, die bei der Umsetzung mitberücksichtigt werden.

Fragen zum «Change Team»
SSM begrüsst die Absicht der Direktion, mit einem «Change Team» und Schulungsmassnahmen möglichst viele Betroffene auf den gemeinsamen Weg mitzunehmen.

Die Tätigkeit und Zusammensetzung des Change Teams und was sie tun sollen lassen aber Fragen offen. Diese zentralen Aufgaben zur Unterstützung des Personals in Reformzeiten müssen frühzeitig offengelegt werden. Es muss dabei auch möglich bleiben, dass Mitarbeitende die Wahl haben, durch wen sie sich in diesem Prozess begleiten lassen.

Allem Spardruck zum Trotz: Arbeitsplatzabbau und Entlassungen sind aus Sicht des SSM wo immer möglich zu vermeiden – es braucht Ausbildung und berufliche Perspektiven für alle Mitarbeitenden, die vom Umbau betroffen sind.

Ein April ohne Scherz
Ein allzu ehrgeiziges Ziel setzt sich SRF zudem mit der Umsetzung der neuen Betriebsstruktur per 01. April 2021. SRF trägt damit den nötigen rechtlichen und sozialpartnerschaftlichen Vorgaben nicht ausreichend Rechnung und widerspricht ihrem eigenen erklärten Ziel, die Mitarbeitenden miteinzubeziehen und die Sozialpartnerschaft zu pflegen.

Das SSM fordert SRF dazu auf, sorgsam mit dem Personal umzugehen, die Grundlagen von Recht und GAV einzuhalten und im ständigen Dialog zwischen den Sozialpartnern zu bleiben.
SSM stärken

Jetzt noch mehr als zuvor
Mitglieder stärken das SSM in der Sozialpartnerschaft – sprich mit Kolleginnen und Kollegen darüber und motiviere sie zum Beitritt. Mehr Informationen und Hinweise zur Anmeldung auf: www.ssm-site.ch.

 

 

 Einen Kommentar verfassen

Ihr Kommentar

Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

FacebookTwitter
Menü

Weitere Sprachen

Rumantsch

English 

Suche