SRG fällt demnächst Grundsatzentscheide zur Konvergenz

Der Verwaltungsrat der SRG wird am kommenden 18. März definitive Beschlüsse zur Konvergenz fällen. Gemäss Gerüchten hat sich die Generaldirektion (GD) durchgesetzt und will zur Konvergenz nicht mehr nur Leitplanken definieren, sondern Beschlüsse mit weit reichenden Folgen fassen. Unter anderem soll ein Projekt zur Zusammenlegung von Radio und Fernsehen in den jeweiligen Sprachregionen verabschiedet werden, in der Deutschschweiz unter Leitung der TV-Direktorin, in der Romandie offenbar unter jener des TV-Direktors.

  • Dieses Turbo-Verhalten zur Einführung der Konvergenz erachten wir für äusserst problematisch, weil
  • eine Zusammenlegung von Radio und TV nicht nur politisch höchst umstritten, sondern auch unter publizistischen Aspekten äusserst fragwürdig ist.
  • dem GD-Projekt auch auf der Ebene der SRG-Kader offenbar starker Widerstand erwächst.

Konvergenz nur sinnvoll und erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn auch die MitarbeiterInnen in den Prozess einbezogen werden. Obwohl jetzt wichtige Weichen gestellt werden, ist das bisher nicht gemacht worden.

Debatte vor Beschluss

Bei der Medienkonvergenz gibt es keinen Grund für abgeschottete Gremienpolitik und überfallartige Beschlüsse. Das SSM verlangt deshalb:

  • Eine breite Debatte über Konvergenzmodelle, BEVOR weitgehende Beschlüsse getroffen werden.
  • Eine grundsätzliche Beibehaltung der Selbstständigkeit von Radio und TV.
  • Synergien und Kooperationen von Radio und TV können geprüft werden, aber nicht unter Leitung der FernsehdirektorInnen.

Das SSM bittet die Gremien der SRG-Trägerschaften und die Unternehmen der SRG, den Turbo herunterzufahren, einen Zwischenhalt einzulegen und den «Change-Prozess» (Walpen) ernsthaft zusammen mit allen MitarbeiterInnen und Kadern zu gestalten.

Das SSM hat seine Positionen den Gremien der SRG-Trägerschaft zur Kenntnis gebracht mit der Bitte, diese zu berücksichtigen.

 

 

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