SSM-Vorstand: Zu Vieles läuft schief in der SRG

Wer die ersten Monate des Jahres 2013 Revue passieren lässt, kommt unweigerlich zum Schluss, dass in der SRG SSR zuviel schief läuft.

Das Radio des Jahres wird verscherbelt

World Radio Switzerland – die SRG will ausgerechnet das Paradebeispiel eines Service Public-Radios und Radio des Jahres 2012 verkaufen. Seit Wochen bittet das SSM Romandie die SRG an den Verhandlungstisch, um insbesondere einen anständigen Sozialplan zu verhandeln. Nun zeigt ein Gutachten einer vom SSM beauftragten Anwältin, dass die SRG bis dato sowohl die vertraglich festgelegte Verhandlungspflicht, als auch die gesetzlichen Mitwirkungspflichten ignoriert. Das SSM hat der SRG eine letzte Frist bis zum 15. März gesetzt, um sich vertragskonform zu verhalten. Sollte diese Frist verstreichen, wird auch das SSM über die Wahl seiner Mittel unabhängig von vertraglichen Verpflichtungen entscheiden.

Nur Probleme mit den Reglementen

Im Rahmen der GAV-Verhandlungen hat sich das SSM auch über eine Vereinbarung zur Pauschalierung der Arbeitszeiten und Entschädigungen bei Grossanlässen geeinigt. Der nun von der SRG unterbreitete Entwurf Grossoperationen verursacht beim SSM Kopfschütteln und Irritation. In der Plattform GAV 2013 vereinbarte Rechte fehlten und neue für die Arbeitnehmer nachteilige Formulierungen tauchten auf. Unsorgfalt oder aber um den Versuch einer bewussten Täuschung?

Beim Spesenreglement streicht die SRG bisher akzeptierte Kleinspesen ohne Verhandlungen mit dem SSM.

Und beim Radio, Abteilung Kultur, führten die Chefs ein Pikett ein, welches nach ihrer Meinung keines ist. Das SSM hat  vergeblich interveniert und wird jetzt die Arbeitsinspektorate einschalten.

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Das SSM lebt nicht nur von der SRG allein. Wir haben unsere Kandidaten für eine mögliche Mitarbeit in der neuen Eidgenössischen Medienkommission gewählt, möglicher Nachfolger für den freigeworden Arbeitnehmersitz in der Pensionskasse bestimmt, mit Herr Riesen vom Büro Pittet einen Referenten angehört, der sich kritisch zum geplanten Primatwechsel bei der SRG Pensionskasse geäussert hat und die Statutenrevision so weit vorangetrieben, dass diese an der Delegiertenversammlung am 17. Mai 2013 behandelt werden kann. Schlussendlich nahm der Vorstand den Entwurf des SSM-Ratgebers zur Umsetzung der GAV-Arbeitszeitbestimmungen zustimmend zur Kenntnis.

 

 

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