Steter Tropfen höhlt den Stein

Nach zwei Verhandlungstagen im streikbereiten Bellinzona steht fest: Der GAV 2009 kommt voran – wenn auch langsam und mit zahlreichen «Wenn» und «Aber».

Vorab ist zu erwähnen, dass die Arbeitszeitartikel und damit die Bestimmungen der Jahresarbeitszeit nicht auf der Traktandenliste standen: Zu eng verknüpft sind die einzelnen Bestimmungen, ihre Abstimmung aufeinander und damit das Finden von konsensfähigen Regelungen, als dass bereits pfannenfertige Lösungen hätten präsentiert werden können.

Nichts ist einfach – und alles ist schwer!

Zudem zeigten die Verhandlungen über andere zentrale GAV-Themen wie den Geltungsbereich, die Verbindlichkeit der individuellen Lohnentwicklung, die Mitwirkung des SSM bei der Entwicklung des Schüsselfunktionssystems, die Neuorganisation der Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall oder die Diskussionen über die Reglementierung der Funktionszulagen mit aller Deutlichkeit:

Die Kreation eines in sich gerechten GAV ist nicht ganz einfach und oft steckt die Krux in den Detailfragen. So konnten die Delegationen rund 45 Minuten über die Frage streiten, ob das Wort «systematisch» in einem Artikel über die GAV-Umgehung durch Anstellung von Temporärkräften nun gestrichen werden soll oder nicht – übrigens ohne Erfolg!

Mit Volldampf Richtung «deadline» im Juni 2008

Wie dem auch sei. In zahlreichen Fragen konnten sich die Parteien annähern und mögliche Ergebnisse formulieren. Sie bleiben provisorisch, da die definitive Zustimmung vom Gesamtpaket GAV 2009 abhängt. Das ist auch der Grund, weshalb zum heutigen Zeitpunkt keine Präsentation über einzelne GAV-Themen erfolgen kann. Das GAV-Paket muss nun vielmehr bis Juni 2008 in allen relevanten Punkten konkretisiert werden. Entsprechend gedrängt präsentiert sich der Terminplan mit wöchentlichen Verhandlungen, der SSM Branchenkonferenz und der nächsten zweitägigen Verhandlungsrunde Mitte April in Fribourg.

 

 

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