Ein vernichtender Bericht – tiefgreifende Veränderungen sind nötig!

Der heute den RTS-Mitarbeitenden vorgestellte Bericht des „Collectif de Défense“ (CDD)  bestätigt, was das SSM schon seit Jahren anprangert. Es braucht einen profunden Wechsel der Betriebskultur und weitere Untersuchungen über die Verantwortungskette sind notwendig.

Die SSM-Gewerkschaftssekretär*innen für die Westschweiz haben den Bericht des „Collectif de Défense“ (CDD) gestern Abend erhalten, nachdem sie eine Vertraulichkeitsklausel unterschreiben mussten. Diese Vertraulichkeitsklausel war nie Teil des ursprünglichen Mandats. Der Bericht verdeutlicht, dass die permanenten Umstrukturierungen des Unternehmens, die ohne Einbezug der Mitarbeitenden erfolgten, zu einer zunehmenden Vertikalisierung des Managements führten – mit massiven Auswirkungen für die Mitarbeitenden und die Betriebskultur. Das SSM hat seit Jahren auf die negativen Folgen der ständigen Reorganisationen hingewiesen. Es ist heute an der Zeit, dass die SRG die Bedenken und Verbesserungsvorschläge des Sozialpartners und des Personals ernst nimmt und ihre Funktionsweise grundlegend verändert beziehungsweise verbessert. Der Bericht macht deutlich, dass es nicht nur um Schikane oder Mobbing geht, sondern auch um die Art und Weise, wie das Unternehmen geführt wird. Daher empfiehlt der Bericht des CDD weitere Untersuchungen über die Verantwortungskette.

Maßnahmen sind unzureichend

Die heute Morgen angekündigten nationalen Massnahmen, die notabene vor der Veröffentlichung des Berichts des Kollektivs bereits beschlossen wurden, sind zwar begrüssenswert, aber weitgehend unzureichend. Der SRG-Verwaltungsrat zeigt nicht genügend Willen, einen längst nötigen und profunden Kulturwechsel umzusetzen. Es besteht die Gefahr von weiteren Krisen, wenn die Strukturen und die Funktionsweise des Unternehmens nicht verbessert werden. Das SSM ist deshalb mit den Ankündigungen des SRG-Verwaltungsrates von heute Morgen nicht zufrieden.

Die Verantwortungskette muss sofort untersucht werden

Das SSM ist aktuell noch in einer Auseinandersetzung mit dem SRG-Verwaltungsrat über die Ablieferung des „Epard-Zuin-Zwischenberichts“ zur Verantwortungskette. Zur Erinnerung: Der SRG-Verwaltungsrat hat nur eine Zusammenfassung und nicht die vollständige anonymisierte Version veröffentlicht. Schlimmer noch: Der SRG-Verwaltungsrat weigert sich derzeit, neue Untersuchungen über die Verantwortungskette bei RTS einzuleiten. Gilles Marchands Behauptung der Nulltoleranz im Umgang mit Situationen, in denen er in der Vergangenheit nachlässig war, ist daher nicht glaubwürdig.

 

 

 

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