Pour une consolidation de l’emplacement de médias de Berne

Medienmitteilung, 28.05.2018

Für eine Stärkung des Medienplatzes Bern

Die SRG stösst mit ihrer Absicht, die Abteilung Information des Radios von Bern nach Zürich zu verlegen, nicht nur die Politik vor den Kopf, sondern auch das betroffene Personal des Radiostudios Bern, die Gewerkschaften SSM und syndicom sowie den Berufsverband impressum – Sektion Bern. Ein Abzug der Radioinformation aus der Hauptstadt schwächt den Medienstandort Bern und das Zentrum der Bundespolitik.

Die Radioinformation muss in Bern bleiben!
Nebst einschneidenden Folgen für das betroffene Personal sprechen wichtige publizistische und politische Gründe gegen einen Umzug der Radioinformation von Bern nach Zürich. Eine Konzentration der nationalen Redaktionen auf den Standort Zürich steht im Widerspruch zum Auftrag der SRG den föderalistischen und regionalen Realitäten in der Schweiz Rechnung zu tragen. Es braucht in der Deutschschweiz eine dezentrale Strategie der SRG. In Bundesbern eine der grössten Redaktionen zu schliessen, ist nicht nur ein Affront gegenüber den UnterstützerInnen der SRG vom 4. März, sondern auch medienpolitisch höchst fragwürdig. Die Redaktionen der beiden Berner Tageszeitungen werden bereits von Zürich aus gesteuert. Dass nun die gebührenfinanzierte Radioinformation ebenfalls hauptsächlich aus der Zürcher Optik über die Schweiz berichten soll, ist nicht im Sinne von Ausgewogenheit und Vielfalt. Der Verbleib der Information im Radiostudio Bern ist daher nicht nur im Sinne des medialen Service-Public-Auftrags der SRG, sondern auch medienpolitisch unerlässlich.

Vom betriebswirtschaftlichen Nutzen, Menschen und Mauern
Anfangs wurde bei einem Umzug von Bern nach Zürich von einem Einsparungspotenzial von zehn Millionen Franken gesprochen. Dann waren es noch drei Millionen und heute sprechen vereinzelte Stimmen noch von etwa einer Million Franken. Egal, welcher Betrag nun zutreffen sollte, die SRG sprach davon «lieber Mauern, statt Menschen» abzubauen. Aber, sowohl Mauern wie auch Menschen sind nötig, damit das föderale Gebäude der SRG nicht einstürzt.

Für die Medienvielfalt und die Diversität der journalistischen Blickpunkte verheerend kommt hinzu, dass der Medienkonzern Tamedia vor kurzem alle nicht-regionalen Ressorts seiner Zeitungsredaktionen nach Zürich zentralisiert hat. Damit droht ein medialer Einheitsbrei.

Syndicom, impressum – Sektion Bern und SSM begrüssen deshalb die Initiative der Hauptstadtregion Bern und unterstützten diese in ihren Bestrebungen, den Medienplatz der Bundeshauptstadt zu stärken und nicht zu schwächen.

Die drei Medienverbände SSM, syndicom und impressum

Auskünfte erteilen:
für syndicom: Stefanie Vonarburg, Tel. 079 773 40 53
für das SSM: Jérôme Hayoz, Tel. 079 344 25 89
für impressum: Michael Burkhard, Tel. 079 770 26 03

 

 

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