Medienmitteilung zum Umzug von SRF-Radio-Redaktionen Bern nach Zürich

Echte Mitwirkung der Basis gefordert

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM nimmt mit Bedauern Kenntnis vom Entscheid der Geschäftsleitung SRF, die insgesamt rund 70 Mitarbeitende der Redaktionen SRF4News und Nachrichten nach Zürich zu zügeln. Das ist ein Verlust für den Journalismus in der Hauptstadt – und im speziellen für das Radiostudio Bern.

Das SSM wird sich nun dafür einsetzen, dass der Entscheid sozialverträglich umgesetzt wird. Will heissen: Gute Bedingungen für Pendler und Pendlerinnen, Alternativen für AussteigerInnen, Klarheit über die zukünftigen Rollen.

Die Befürchtung bleibt, dass die Radio-Hintergrundsendungen von der digitalen Entwicklung abgeschnitten und schrittweise abgebaut werden. Es braucht ein langfristiges Bekenntnis zum Standort in Bern als Zentrum für Hintergrund-Journalismus. Dazu passt der Umzug der Swissinfo-Redaktion vom Standort der Generaldirektion im Osten von Bern ins Radiostudio. Das schafft neue Möglichkeiten, was das SSM begrüsst.

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten in Arbeitsgruppen engagiert, um die SRF Audiostrategie mitzugestalten. Sie bildet die Basis der aktuellen Neuorganisation. Diese Mitwirkung wurde von vielen als Alibi-Übung empfunden, da die Entscheide weitgehend vorher schon feststanden. Ohne das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeitenden kann der Umbau nicht sinnvoll organisiert werden. Das SSM fordert eine echte Mitsprache und Mitwirkung der Basis in der fortlaufenden Umstrukturierung.

 

 

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